Scrollen oder klicken? Was ist der bessere Weg

Jürgen Liechtenecker stellt auf seinem Blog eine interessante Frage: „Scrollen vs. Klicken“ – was ist die bessere Lösung. Seit dem das Web besteht, gibt es Guidelines und Daumenregeln, die die Usability von Websites verbessern sollen. Dazu gehörte in den 90er Jahren der Ratschlag: Don’t scroll. Dieser Ratschlag gilt nach wie vor für horizontale Scollbalken. Gilt diese Maßgabe auch noch für vertikale Scrollmöglichkeiten?

Der Anwendungsfall ist entscheidend

Meines Erachtens kommt es auf den Anwendungsfall an. Denn dieser muss vom Design unterstützt werden. So gibt es zwei grundlegende Maßstäbe:

a) Das leichte Auffinden von Inhalten (Informationen)
b) Die Übersichtlichkeit von Informationen

Im Falle des Auffinden von Inhalten unterstützt die leichte Scrollbarkeit durch Mausräder (auch eine Funktion die sich vermehrt in der Funkton von Mousepads auf Netbooks & Co finden) das Skimmen und Scannen des Betrachters immens. Auch verhindert das Klicken und somit das Springen auf andere Seiten, dass sich der Benutzer verirrt oder zumindest das Gefühl hat, sich vom Eigentlichen zu entfernen.

Bei der Übersichtlichkeit von Tabellen, Trefferlisten oder ähnlichem ist die Freiheit des Benutzers zu berücksichtigen („User’s freedom“). Hier bietet sich an, dass der Benutzer angeben kann, wieviel Information er auf einer Seite sehen möchte.

Aber: Auch wenn sich das Scrollen durchgesetzt hat, ist dies kein Freibrief alle Informationen auf eine Seite zu klatschen.  So entstehen unversehens „Bleiwüsten“ die in der Rezeption des Betrachters zu einem Überforderungsgefühl führen. Es gilt nach wie vor, die postiven Eigenschaften des Hypertextsystems zu nutzen. Also Querverweise, Detail- und Nebeninformationen per Link einzufügen.

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